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Von Singapore hat wohl jeder schon mal was gehört! Die meisten die hier waren haben einen Zwischenstop auf dem Flug nach Australien eingelegt. Wo immer man im Internet auch nachliest, wird empfohlen auf keinen Fall länger als 3 bis 4 Tage in Singapur zu bleiben, weils einfach unglaublich langweilig wird je länger man hier ist! Nun ja! Es ist wie überall: Man kann in einer Stadt alle wichtigen Attraktionen abklappern und dann glauben man hat alles gesehen, oder man schaut hinter die Kulissen und bekommt die Chance zu verstehen, warum die Dinge hier so laufen wie sie laufen! Singapur wirkt auf den ersten Blick wie eine europäische Metropole, die sich nach Südostasien verirrt hat. In diesem Bericht wird ich Euch meine Eindrücke von den Singaporeans schildern:Wirft man dann einen Blick auf die Bewohner, ist die Verwirrung komplett: Man sieht Chinesen, Inder, Japaner, Menschen aus anderen Teilen Asiens (die zu Beginn nicht zugeordnet werden können), Europäer und was die Welt sonst noch so zu bieten hat. Natürlich pflegen diese Menschen hier ihre eigene Kultur und Religion weiter! Und das ist es was am meisten erstaunt: Obwohl hier Menschen aus der ganzen Welt leben und arbeiten, sind es doch alles „Singaporeans“. Und man hat nie das Gefühl hier Ausländer oder Besucher zu sein – man fühlt sich nach kürzester Zeit zu Hause! Auch die Tatsache, dass zum Teil extreme kulturelle Unterschiede zwischen den Bewohnern bestehen, spielt eigentlich keine Rolle mehr – jeder wird akzeptiert und es herrscht ein friedliches Durcheinander: Chinesen vertreiben die Geister mit Räucherstäbchen, nebenan essen Inder in einem der Hawker Center Thaifood isst und mittendrin steht man selbst und weiß zu Beginn nicht so recht was denn da wirklich los ist! Wirkt man vielleicht Anfangs noch etwas verloren in einem dieser Hawker Center, so findet man doch schnell heraus, was einem am besten schmeckt und wo es das am billigsten gibt! Alternativ zum wahllosen probieren, kann man immer einen Local um Hilfe bitten. Diese können dann ausführlich über die Eigenheiten des lokalen Essens berichten – stundenlang. Singaporeans sind überhaupt sehr kommunikative Menschen – auch wenn man das nicht gleich merkt! Es wird kaum passieren, dass ein Singaporean jemanden anspricht. Umgekehrt freuen sie sich aber unglaublich in ein Gespräch verwickelt zu werden! Sie sind dann auch unglaublich hilfsbereit: So ist es mehr als nur einmal passiert, dass ich auf der NUS wiedermal nicht wusste wo ich bin und auch nicht so genau wo ich hin möchte. Also: Singaporean fragen und die bringen dich dann auch gleich persönlich ans Ziel und nutzen die Zeit um herauszufinden wer du bist, was du in Singapur machst und wies dir hier gefällt! Am Ziel angekommen bedanke ich mich höflich, es gibt ein kurzes „your welcome-lah“ zurück und die nette Singaporean verschwindet wieder in den Massen an Studenten die am Campus rumlaufen! Vielleicht ist auch das der Grund, warum es so unglaublich einfach ist hier in Singapur zu leben! Es funktioniert einfach alles perfekt und wenn man irgendwas mal doch nicht kapiert, gibt’s immer Hilfe! ABER: Diesen netten Menschen noch mal zu treffen oder (so wie man es bei uns zu Hause machen würde) mal einen Kaffee zu trinken, ist nur sehr selten möglich! Nach mittlerweile 3 Monaten Singapore kenne ich unglaublich viele Singaporeans (zum Teil sogar bei Ihrem chinesischen Namen), aber richtig regelmäßigen Kontakt habe ich zu 6 bis 7 Locals! Daran kann man schon erkennen, dass Singaporeans doch (meist) ziemlich oberflächlich sind. Aber man gewöhnt sich daran und um nicht zu vereinsamen gibt’s ja hier in Singapore eine grosse Anzahl von Expats aus Europa, den USA und Australien.
Insgesamt weiss ich nach den ersten 3 Monaten hier nicht so recht was ich davon halten soll – soll ich die SIngaporeans nun mögen, weil sie immer gern helfen oder eher nicht, weil sie einfach so oberflächlich sind? Keine Ahnung! Aber vielleicht find ichs in den nächsten Monaten raus…
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